Gemeinde

Dorfmoderation

Willroth zählt zu den 25 neuen Schwerpunktgemeinden im Dorferneuerungsprogramm in Rheinland-Pfalz - feierlich Übergabe des Anerkennungsschreibens an den Ortsgemeinderat in Mainz

2017 03 17 schwerpunktgemeindeWillroth/Mainz: Die Gemeinde Willroth gehört zu den 25 neuen Schwerpunktgemeinden im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms 2017. „Rund 18,5 Millionen Euro stehen in diesem Jahr zur Förderung von Dorferneuerungsmaßnahmen im Land RP zur Verfügung. Mit dieser Summe können wichtige Projekte realisiert werden, die zur weiteren Verbesserung der Infrastruktur in unseren Dörfern beitragen werden“, betonte Lewentz im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Schloss Waldthausen (Mainz). Im Rahmen dieser Veranstaltung hat auch der Minister den Gemeinden die Anerkennungsschreiben übergeben. Anhand praxisorientierter Beispiele der Dorferneuerungsgemeinde Rumbach im Landkreis Südwestpfalz und einem Vortrag zu Initiativen im Rahmen der Dorfmoderation wurde über die Chancen und Möglichkeiten einer Schwerpunktanerkennung informiert.
Die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde erfolgt in diesem Jahr erstmals auf die Dauer von acht statt bisher sechs Jahren. Für die Stärkung der Innenentwicklung steht eine qualifizierte Bauberatung privaten und öffentlichen Bauherrn zur Verfügung. Zusammen mit der Dorfmoderation wird damit ein umfassender Beteiligungsprozess in Gang gesetzt und es kann ein zukunftsbeständiges Leitbild entwickelt werden. Die Ergebnisse dieser breit angelegten Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit sind elementare Bestandteile der zu erarbeitenden Entwicklungskonzepte. „Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Durchführung einer Dorfmoderation, der kostenfreien Bauberatung und der Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes für die Dorferneuerung, wurden deren Fördermöglichkeiten bereits im Jahr 2009 nochmals deutlich verbessert“, informierte Lewentz.
Mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde sei eine Art Selbstverpflichtung verbunden, sich der Dorferneuerung im besonderen Maße anzunehmen, erläuterte Lewentz. „Nur wer Bereitschaft zeigt für die eigene Ortsgemeinde Verantwortung zu übernehmen und wer mitbestimmen und mitgestalten darf, der identifiziert sich mit der geleisteten Arbeit“, sagte der Minister. Nur so könne man den Wohnstandort Dorf noch attraktiver und lebensfähiger gestalten. Schwerpunkte der Dorferneuerung sind struktur- und funktionsverbessernde Maßnahmen, die die Ortskerne stärken und wiederbeleben und damit die unverwechselbare Siedlungs- und Kulturlandschaft erhalten. Dazu zählen insbesondere auch Maßnahmen, die einer Grundversorgungssicherung und der sozialen Daseinsvorsorge im Dorf dienen.
Gerade kleinere orts- beziehungsweise regionsansässige Handwerks- und Gewerbebetriebe würden von diesen vielfältigen und qualitativ anspruchsvollen Arbeiten der Dorferneuerung profitieren. „Die Dorferneuerungsprojekte wurden allesamt auf der Grundlage eines Konzeptes zur Stärkung der Innenentwicklung unserer Dörfer gefördert“, sagte der Minister.

 

2017 03 09 dorfmoderationAm Donnerstag, dem 9. März 2017 findet um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus die nächste Veranstaltung im Rahmen der Dorfmoderation statt. Thema diesmal ist eine mögliche Gestaltung des Sportplatzgeländes.

 

Dorfmoderation Erstes Treffen ist ein Erfolg


Ortsbürgermeister Richard Schmitt hatte im Vorfeld zwar ordentlich die Werbetrommel für die Auftaktveranstaltung der Dorfmoderation gerührt, überrascht wurde er allerdings trotzdem – im positiven Sinne. Rund 65 Bürger – Kinder und Senioren, Männer und Frauen – waren zum ersten Treffen gekommen. Und wie sich im Verlauf des Abends zeigen sollte, nicht bloß zum Zuhören, sondern mit richtig guten Ideen und Vorschlägen. Das freute nicht nur Schmitt, sondern auch Dorfmoderatorin Christiane Hicking vom gleichnamigen Planungsbüro: „Es ist toll, dass so viele Leute gekommen sind und dass die Gruppe bunt gemischt ist.“ Die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im vergangenen Jahr hat Ortsbürgermeister Schmitt zum Anlass genommen, den Ort weiter verbessern zu wollen. „Leider sind wir beim Wettbewerb ziemlich abgerutscht. Ich denke aber, Willroth hat noch viel Potenzial“, sagte Schmitt. Die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung sahen das zum großen Teil genauso, es gab aber auch einige Kritikpunkte.
Zunächst ging es darum, einen Blick in die Zukunft zu werfen. „Ist Willroth fit für die Zukunft?“, lautete die Frage, welche am häufigsten mit den Noten befriedigend und ausreichend beantwortet wurde. Relativ schnell kristallisierte sich heraus, dass viele Stärken der Gemeinde zugleich auch die Schwächen sind. Das trifft beispielsweise auf die Verkehrsanbindung zu. Die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene A 3 und die durch den Ort führende B 256 sind zwar für Pendler ein Vorteil, auf der anderen Seite sorgen sie aber für Lärm, sind ein Gefahrenfaktor und ziehen zudem Einbrecher an.
Auch den überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen sahen die Anwesenden differenziert. „Willroth ist ein junges Dorf, das ist ein Pluspunkt“, meinte einer. „Man darf aber auch nicht vergessen, dass Willroth einen hohen Ausländeranteil hat und dass das mit ein Grund für die vielen Kinder im Ort ist. Deren Integration funktioniert aber nicht“, meinte ein anderer. Die Industriegebiete seien nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern verschärften die Verkehrssituation in der Gemeinde zusätzlich, lautete wiederum eine andere Aussage.
Das Thema „Sportplatz“ bewegte die versammelten Bürger ebenso. „Dessen Zustand ist ein klarer Nachteil“, herrschte Einigkeit in den Reihen. Als großes Manko empfinden besonders Eltern das Fehlen eines Kinderarztes. „Man muss entweder nach Dierdorf, Neuwied oder Asbach fahren“, gab eine Frau zu bedenken. Nach der Bestandsaufnahme erarbeiteten die Teilnehmer in Gruppen Wünsche für Willroth. Neben einer Vielzahl von Schlagwörtern wurden besonders oft eine Grillhütte, ein Kunstrasenplatz, eine Veranstaltungshalle, eine Ampel mit Fußgängerüberweg sowie generell Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und mehr Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft genannt. „Da sind wirklich spannende Ideen dabei. Wenn wir das ein oder andere umsetzen können, ist schon viel gewonnen. Machen wir uns einfach auf den Weg!“, motivierte Planerin Hicking. In den nächsten Wochen und Monaten sollen nun themenspezifische Treffen stattfinden, zu denen die Ortsgemeinde rechtzeitig einladen wird. „Es wäre toll, wenn dann wieder viele Leute mitmachen“, hofft Schmitt.

Aus: RZ Kreis Altenkirchen vom Donnerstag, 25. Februar 2016, Seite 20 

 

pdfProtokoll der Auftaktveranstaltung

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Jugendliche und liebe Kinder!

In den bisherigen Veranstaltungen zur Dorfmoderation haben Erwachsene, Jugendliche und Kinder Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität in Willroth eingebracht.
Um das Stimmungsbild abzurunden möchten wir jeden Haushalt nach der Wichtigkeit der einzelnen Vorschläge befragen. Daher hat das Redaktionsteam den nachstehenden Fragebogen erarbeitet.

Ihre / eure Einschätzung ist uns wichtig! Denn das Meinungsbild in Willroth soll eine Entscheidungsgrundlage für die weiteren Schritte in der Dorfentwicklung sein. So hat sich der Gemeinderat jetzt als Schwerpunktgemeinde in der Dorferneuerung beworben.
Damit könnten die aus der Dorfmoderation entwickelten Vorschläge forciert umgesetzt bzw. gefördert werden.

Welche Projekte dabei sein sollen, hängt zu einem nicht unwesentlichen Teil von Ihrer / Eurer Meinung ab. Daher möchten wir Sie / Euch bitten, die einzelnen Maßnahmenvorschläge entsprechend der Rubriken anzukreuzen bzw. die Anzahl der abgegebenen Stimmen pro Feld einzutragen.

Für Kinder und Jugendliche haben wir zusätzlich einen eigenen Abschnitt reserviert. Nehmen mehrere Personen im Haushalt an der Befragung teil, so nennen Sie am Schluss auf Seite 3 des Fragebogens einfach die Anzahl der Personen. Ansonsten zählt jeweils ein Kreuzchen pro Vorschlag.

Die Befragung ist anonym.

Wenn Sie sich aktiv einbringen wollen oder Interesse an einem Freizeitangebot oder der Hilfstauschbörse haben, so nutzen Sie das separate Blatt „Freiwillige Angaben“ oder melden sich bitte bei einem der Mitglieder des Redaktionsteams:

Anette Eul Telefon: 92 82 10 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Jürgen Kalscheid Telefon: 13 23 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Karl Kubba Telefon: 92 73 62 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Olaf Meinhardt Telefon: 02 61 - 66 75 41 19 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Wir bitten Sie, den ausgefüllten Fragebogen bis Montag, den 19. September 2016 in den Briefkasten im Dorfgemeinschaftshaus einzuwerfen. 

Für Ihre Mitarbeit bedanken wir uns im Voraus sehr!

 

pdfFragebogen