Planungen

Rund 100 Hektar Wald betroffen - Maßnahme mit 85 Prozent bezuschusst

WILLROTH. Ohne Gegenstimme einigten sich die Ratsmitglieder der Ortsgemeinde Willroth auf die Einleitung des Flurbereinigungsverfahrens. Damit stimmte nach Horhausen mit Willroth die nächste Gemeinde der Flurmaßnahme zu. Bevor der Willrother Rat allerdings zu einer Entscheidung kam, informierte Karl-Werner Staubus vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Westerwald Osteifel über das Verfahren. "Überwiegend Waldflächen sind in Willroth betroffen. Insgesamt sind es um die 100 Hektar", erklärte Staubus.

Dem Verfahren vorausgegangen war eine projektbezogene Untersuchung, die das DLR in den Gemeinden Horhausen mit Huf und Luchert und Krunkel mit Epgert durchgeführt hatte. Diese ergab, "dass eine Flurbereinigung dort dringend notwendig ist", sagte Staubus. Als nächsten Schritt ist für Ende März eine "Info-Aufklärungsversammlung" geplant. Dazu werden alle betroffenen Ortsgemeinden und Grundstückseigentümer eingeladen. Das Verfahren wird in allen Gemeinden zeitgleich ablaufen, um durch die parallele Bearbeitung eine stärke Zusammenarbeit zu fördern.

Im Zuge des Verfahrens wird in Willroth hauptsächlich eine Waldflurbereinigung durchgeführt. "Wir konzentrieren uns dabei überwiegend auf den Waldbereich zwischen B 256 und dem Grenzbachtal", erklärte Staubus. Ziel ist es, die starke Grundstückszersplitterung der vielen kleinen Flächen zu beseitigen. Gleichzeitig soll eine klare Abgrenzung der Grundstücke geschaffen und das Wegenetz ausgebaut werden. Dadurch sollen die Wege für die Landwirtschaft, aber auch für Wanderer und Radfahrer besser nutzbar sein. Außerdem können im Lauf des Verfahrens Flächen für den Bebauungsplan des Industriegebietes Willrother Berg geschaffen werden.

Die Kosten von etwa 2000 Euro pro Hektar werden zu 85 Prozent von Bund und Land bezuschusst, sodass der jeweilige Grundstückseigentümer maximal 300 Euro pro Hektar tragen muss.

Auf der Sitzung waren zudem Rodungsmaßnahmen an der Gartenstraße Thema. Auf Hinweis der Zuhörer einigten sich die Ratsmitglieder darauf, die Rodung vor dem Start gemeinsam mit einem Förster zu besprechen und festzulegen, was anstelle der Bäume dort gepflanzt wird.

Aus: RZ Neuwied vom Donnerstag, 18. Februar 2010, Seite 25.

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