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Gemeinde

Kurz vor Weihnachten 2011 kam ich spät nachmittags von einer Wanderung durch die Willrother Gemarkung ins Dorf zurück. Um meinen Heimweg abzukürzen, stieg ich die Freitreppe gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus hoch und wollte, oben angekommen, in die Neue Straße einbiegen. Da hörte ich links von mir jemanden reden. Wer das war, konnte ich zuerst nicht erkennen, denn es war bereits dunkel. Etwas erstaunt und, - ich gebe es zu - , auch neugierig blieb ich stehen. Und so wurde ich Zeuge eines langen Zwiegespräches, das ich nachfolgend, so gut wie ich mich daran erinnern kann, wiedergeben möchte: 

A:  Was willst du denn hier und warum drängst du dich hierhin auf meine Wiese? Wer bist du eigentlich? Hättest dich ja wenigstens mal vorstellen können! 

B:  Ich dränge mich überhaupt nicht auf diese Wiese hier, die du als die deinige bezeichnest.
Der Bürgermeister und die Gemeindearbeiter haben mich hierhin gesetzt. Hier ist doch Platz genug für zwei Steine. Übrigens stehe ich ja auf der anderen Seite des Weges und werde dir bestimmt nicht auf die Füße fallen.
 

"Na, so etwas!", dachte ich. "Ist wohl doch etwas an der Sache dran zu sein, wenn man gelegentlich hört: "Wenn Steine reden könnten!" In Willroth jedenfalls scheinen sie es zu können. Meine ganze Aufmerksamkeit war plötzlich geweckt. Und so setzte sich das Zwiegespräch fort:

A:  Ich habe dich schon beobachtet, als man dich hierhin geschleppt und hier aufgestellt hat.
Du ähnelst mir übrigens ein wenig. Deshalb bist du mir aber noch lange nicht sympathisch. Und warum bist du nicht dort geblieben, wo du vorher warst?

B:  Das habe ich mich anfangs auch gefragt. Aber aus den Gesprächen, die der Bürgermeister mit den Gemeindearbeitern geführt hat, konnte ich entnehmen, weshalb ich meinen alten Standplatz verlassen musste. Hätte man mich nicht von dort weggeholt, dann hätten schwere Maschinen mich niedergewalzt und zerstört.

A: Welche Maschinen?

B: Nun, Maschinen, die man braucht, um aus einem Waldgebiet ein Industriegebiet entstehen zu lassen. Willroth bekommt ein eigenes Industriegebiet, musst du wissen. Nicht weit vom so genannten "Neustädter Stock", einige Hektar groß, wie ich hören konnte. Verstehst du nun, warum ich von dort weggeholt wurde?

A: Das verstehe ich sogar sehr gut. Was du da sagst, erinnert mich nämlich an meine eigene Geschichte. Auch ich wäre beinahe unter die Räder gekommen. Das war, als die ICE-Strecke von Köln nach Frankfurt in den Jahren 1999 und 2000 gebaut wurde. Bis dahin habe ich seit 1776 unbehelligt die Grenze zwischen der Grafschaft Wied-Dierdorf und dem Churfürstentum Trier, dem Willroth früher angehörte, gewiesen. Dann hat man wegen der ICE- Strecke die Autobahn im Willrother Bereich begradigen müssen. Zum Glück hat man mich damals auch vor den Baumaschinen gerettet. Wenn du über meine Geschichte alles genau nachlesen möchtest, dann wende dich an den Willrother Bürgermeister, wenn er mal wieder hier vorbeikommt. In seinem Archiv verwahrt er ein Schriftstück, das darüber genaue Auskunft gibt.
Aber da wir ja nun, wie sich herausgestellt hat, das gleiche Schicksal haben, wäre es nett von dir, wenn du mir deine Geschichte ausführlich erzählst. Ich höre dir auch aufmerksam zu. Verzeih mir bitte mein unhöfliches Verhalten zu Anfang unseres Gespräches. Wir werden viel Zeit haben hier vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Oder glaubst du, man wird uns auch von hier wieder wegholen und wo anders hinsetzen?

B: Nun, meine Geschichte rührt fast aus der gleichen Zeit wie die deinige. Da, wo ich stand, nämlich genau seit dem Jahr 1788, hat es zuvor immer wieder Grenzstreitigkeiten und Ärger zwischen den Churtrierischen Untertanen und den Wiedischen Behörden gegeben: Mal sollen die Willrother angeblich auf Wiedischem Gebiet westlich des "Neustädter Stocks" Holzdiebstahl begangen haben, mal die Hümmericher auf Churtrierischem Gebiet, also im Willrother Wald.
Sogar Handgreiflichkeiten mit den Waldwärtern und Förstern hat es gegeben.
Forststrafen wurden von beiden Seiten verhängt. Der Willrother Kuhhirte, dem man das Vieh pfänden wollte, weil er es angeblich im Wiedischen Wald weiden ließ, hat sich mit einem Stock zu wehren gewusst. Ein Krunkeler Einwohner wurde einmal vom Wiedischen Förster verhaftet und wegen angeblichen Holzdiebstahls in Neuwied eingekerkert, bis für ihn ein Strafgeld gezahlt wurde. Ein Horhausener Pfarrer hatte den Mut, in das Haus des Wiedischen Waldwärters in Hümmerich einzudringen und dort die Axt, die dieser einem Krunkeler Einwohner wegen unterstelltem Forstfrevel abgenommen hatte, wieder herauszufordern.
Diese und andere Vorfälle im Grenzbereich der beiden Landesherrschaften auf dem Willrother Berg kamen natürlich den beiden Landesherren zu Ohren. Das Churfürstentum Trier, dem Willroth seit jeher angehörte, wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Churfürst Wenzeslaus regiert. Die untere Grafschaft Wied, auch Grafschaft Wied­Neuwied genannt, hatte Fürst Friedrich Carl zum Landesherrn. Wie ich gehört habe, sollen die beiden hohen Herren über die ständigen Grenzvorfälle recht erbost gewesen sein.
Andererseits, so habe ich aber auch vernommen, haben sie selbst höchstpersönlich zu diesen Streitereien im Bereich des Willrother Berges beigetragen. Dabei ging es um Wichtigeres als um Holz und Viehweiderechte. Seit Jahrhunderten wurde nämlich auf dem Willrother Berg erfolgreich nach Erz gegraben, wovon natürlich jede Seite den größten Anteil für sich beanspruchte. Ob es dabei auch um Streitereien in den Pingen und Schürfgräben gekommen ist, weiß ich allerdings nicht. Unter Tage soll es vorgekommen sein, dass der jeweils anderen Seite vorgeworfen wurde, sie sei mit ihren Stollen schon bis ins fremde Territorium vorgedrungen.
Letztlich haben beide Landesherren jedoch eingesehen, dass den dauernden üblen Grenzauseinandersetzungen ein für alle Mal ein Ende gesetzt werden müsste. Und so sind sie übereingekommen, miteinander den genauen Grenzverlauf zwischen ihren Territorien genau zu regeln. Und weil es auch im benachbarten Gebiet zwischen Willroth und der Gierender Gemarkung wie auch zwischen Hümmerich und den Churtrierischen Ortschaften Krunkel und Epgert ebenfalls Unstimmigkeiten gab, hat man den gesamten Grenzverlauf von der Gierender Höhe bis zur Siedlung Marhähnen im Epgerter Wald in langen Verhandlungen in der Zeit von 1786 bis 1788 genau festgelegt.
Zuletzt hat man einen viele Seiten langen Vertrag aufgesetzt, in dem zu lesen steht, woher die Grenze genau verläuft. Es wurde vereinbart, dass insgesamt entlang dieser Grenzlinie 51 Grenzsteine zu setzen seien. Ich war der Stein mit der Nummer 12. Jedem von uns Steinen wurden auf der einen Seite die Buchstaben CT und auf der anderen die Buchstaben NW eingemeißelt, womit die Churtrierische beziehungsweise die Neu-Wiedische Seite angedeutet wurde.
Die Herren legten auch genau die Distanzen zwischen allen Steinen fest. Gemessen wurde in "Ruthen" und "Schuh". Auch bemerkten die Herren in dem Vertrag genau, wenn der Grenzverlauf bei einzelnen Steinen seine Richtung änderte.
Als ich im Jahr 1788 meinen festen und, wie ich damals glaubte, für die Ewigkeit bestimmten Standort einnehmen konnte, war ich überzeugt, eine ruhige Zukunft vor mir zu haben. Doch: Ein Stein denkt und der Mensch lenkt. Kaum war ein Jahr vergangen, als sich eine ganze Schar kräftiger Männer mit Hacken und Schaufeln im Wald nahe meinem Standort und dem der übrigen Grenzsteine zu schaffen machte. Sie hoben dicht an uns vorbei einen tiefen Graben aus, der sich weit durch den Wald dahinzog. Ich hörte sie miteinander sprechen und auch manchmal erbost schimpfen. Wir Steine allein seien zur Markierung der Grenzlinie zwischen Churtrier und Wied von der Gierender Höhe bis Marhähnen nicht ausreichend. Wie leicht könne man uns nämlich bei Nacht und Nebel versetzen. Also müsse zusätzlich ein Grenzgraben ausgehoben werden.
Die Männer äußerten erbost ihren Verdruss darüber, dass sie die schwere Arbeit des Grabens und Schaufelns als unbezahlten Frondienst auszuführen hatten. Wer das nicht konnte oder wollte, musste zum Ersatz für die nicht geleistete Arbeit bares Geld bezahlen, das heißt, ein so genanntes "Geldäquivalent" entrichten. So war es von beiden Landesherrschaften verfügt worden.
Übrigens: Bis zu dem Tag, als die Willrother Gemeindearbeiter mich von meinem Standort wegholten, - das war vor wenigen Tagen -, konnte ich vor mir den tief ausgehobenen Grenzgraben immer noch sehen. Ich vermute, die modernen Maschinen haben ihn unterdessen zerstört. So ein Graben ist ein so genanntes Bodendenkmal.
Aber, wen kümmert das heutzutage schon?
So, nun habe ich dir meine Geschichte erzählt. Soviel wie heute habe ich in meinem ganzen langen Grenzsteinleben noch nie geredet. Nun muss ich mich mal ausruhen. Dafür werde ich hoffentlich hier vor dem Willrother Dorfgemeinschaftshaus Zeit haben. Oder wird man hier vielleicht auch noch ein Industriegebiet anlegen? Man kann ja nie wissen!

A: Ich danke dir, lieber Grenzsteinkollege. Im Übrigen können wir zwei froh sein, dass uns die Willrother gerettet haben, meinst du nicht auch?

B: Da stimme ich dir zu. Von uns gibt es höchstens noch sechs oder sieben Stück. Einige stehen am Hümmericher Dorfmuseum und zwei weitere zum Glück noch an ihren ursprünglichen Standorten im Wald bei Epgert.

 

Sachangaben zur Wiedisch-Churtrierischen Grenze zwischen Gierender Höhe und Marhähnen

  • Grenzstreitigkeiten zwischen Fürstlich Neu-Wiedischer und Churtrierischer Verwaltung im Bereich zwischen Gierender Höhe und Siedlung Marhähnen bei Epgert in der Zeit vor 1786,
  • Verhandlungen über den genauen Grenzverlauf, beginnend 1786,
  • Abschluss der Grenzverhandlungen am 14. Juli 1787,
  • Ort der Verhandlungen: Horhausen,
  • Teilnehmer:
    • von Churfürstlich Trierischer Seite: Hof- und Regierungsrat Angerer
    • von Fürstlich Wiedischer Seite: der Kammerrat Rachenberg und der Rat Bleibtreu.
  • Dem Grenzvertrag ist eine eigens angefertigte Karte beigefugt, in die alle 51 Grenzsteine, einschließlich des Anfangs- und Endpunktes, eingetragen sind.
  • Die Karte trägt die Bezeichnung: "Carte über die verglichene und abgephaehlte Grenzlinie bey Horhausen zwischen Kurtrier und Neuwitt, aufgenommen im Julio 1786 von Wilmowski, Leutnant et Ing. ".
  • Weiterhin heißt es: "Gegenwärtige Charte ist dem zwischen unterschriebenen Fürstl. Wiedischen und denen Kurfürstl. Commissarien getroffenen Vergleich gemäß. Koblentz, den 27ten Aprill 1787 ".
  • Aufbewahrungsort der Karte: Landeshauptarchiv Koblenz; Registratur: LHK Koblenz, Best. 702/Nr. 8755.
  • Als Anfangspunkt der Grenzziehung wird der "Weiße Stein" auf der Gierender Höhe angenommen, der bereits im Jahr 857 n.Chr. bei der Beschreibung der damaligen Großpfarrei Rengsdorf als nördlichster Punkt angegeben wird.
  • Endpunkt des festgelegten Grenzverlaufs ist der "Drey Herren Born" bei der Siedlung Marhähnen im Epgerter Wald. Dort trafen die drei Landesherrschaften Churköln, Churtrier und Wied zusammen.

 

Anmerkungen

  1. Beim Vergleich der noch existierenden Grenzsteine lässt sich feststellen, dass es keine Normierung in der Ausführung gab. Die Schrift- und Zahlengröße ist von Stein zu Stein unterschiedlich. Die Großbuchstaben CT und NW sind jeweils individuell ausgeführt. Einheitlich ist, dass die fortlaufende Nummerierung bei allen Grenzsteinen auf die Churtrierische Seite eingemeißelt wurde.
  2. Als Rohmaterial zur Herstellung der Grenzsteine wurde ein Kalksandstein verwendet, der im heimischen Bereich (obere und untere Grafschaft Wied sowie in der Churtrierischen Herrschaft Horhausen-Peterslahr) nicht vorkam.

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zuletzt aktualisiert am: 25.05.2018

 

Hauptsatzung

der Ortsgemeinde Willroth

– Verbandsgemeinde Flammersfeld –
vom 9. Juli 2009

in der Fassung der 3. Änderung
vom 25. Juni 2014

 

Der Gemeinderat hat auf Grund der §§ 24 und 25 Gemeindeordnung (GemO), der §§ 7 und 8 der Landesverordnung zur Durchführung der Gemeindeordnung (GemODVO), des § 2 der Landesverordnung über die Aufwandsentschädigung kommunaler Ehrenämter (KomAEVO) die folgende Hauptsatzung beschlossen, die hiermit bekannt gemacht wird:

 

§ 1 Öffentliche Bekanntmachung, Bekanntgaben

(1) Öffentliche Bekanntmachungen der Gemeinde erfolgen in einer Zeitung. Der Gemeinderat entscheidet durch Beschluss, in welcher Zeitung die Bekanntmachungen erfolgen. Der Beschluss ist öffentlich bekanntzumachen.

(2) Karten, Pläne oder Zeichnungen und damit verbundene Texte oder Erläuterungen können abweichend von Absatz 1 durch Auslegung im Dienstgebäude der Verbandsgemeindeverwaltung Flammersfeld zu jedermanns Einsicht während der Dienststunden bekannt gemacht werden. In diesem Fall ist auf Gegenstand, Ort (Gebäude und Raum), Frist und Zeit der Auslegung spätestens am Tage vor dem Beginn der Auslegung durch öffentliche Bekanntmachung in der Form des Absatzes 1 hinzuweisen. Die Auslegungsfrist beträgt mindestens sieben volle Werktage. Besteht an dienstfreien Werktagen keine Möglichkeit der Einsichtnahme, so ist die Auslegungsfrist so festzusetzen, dass an mindestens sieben Tagen Einsicht genommen werden kann. Die Sätze 1 bis 4 gelten auch für Bekanntmachungen von Satzungen mit Ausnahme dieser Hauptsatzung.

(3) Soweit durch Rechtsvorschrift eine öffentliche Auslegung vorgeschrieben ist und hierfür keine besonderen Bestimmungen gelten, gilt Absatz 2 entsprechend.

(4) Zeit, Ort und Tagesordnung der Sitzungen des Ortsgemeinderates werden durch Aushang an den Bekanntmachungstafeln wie folgt bekannt gemacht:

Standorte der Bekanntmachungstafeln:
Dorfstraße, am Dorfgemeinschaftshaus
Ecke Raiffeisenstraße/Neue Straße

Dies gilt auch für dringliche Sitzungen im Sinne von § 8 Abs. 4 DVO zu § 27 GemO.

(5) Kann wegen eines Naturereignisses oder wegen anderer besonderer Umstände die vorgeschriebene Bekanntmachungsform nicht angewandt werden, so erfolgt in unaufschiebbaren Fällen die öffentliche Bekanntmachung durch Aushang an den Bekanntmachungstafeln nach Absatz 4. Die Bekanntmachung ist unverzüglich nach Beseitigung des Hindernisses in der vorgeschriebenen Form nachzuholen, sofern nicht der Inhalt der Bekanntmachung durch Zeitablauf gegenstandslos geworden ist.

(6) Sonstige Bekanntmachungen erfolgen gemäß Absatz 1, sofern nicht eine andere Bekanntmachungsform vorgeschrieben ist.

 

§ 2 Ausschüsse des Gemeinderates

(1) Der Gemeinderat bildet folgende Ausschüsse:
a. Rechnungsprüfungsausschuss,
b. Bauausschuss,
c. Ausschuss für besondere Angelegenheiten.

(2) Die Ausschüsse nach Absatz 1 haben folgende Mitglieder
a. Rechnungsprüfungsausschuss drei Mitglieder,
b. Bauausschuss sechs Mitglieder,
c. Ausschuss für besondere Angelegenheiten sechs Mitglieder.

Für jedes Ausschussmitglied kann eine Stellvertreterin/ein Stellvertreter gewählt werden.

(3) Die Mitglieder der Ausschüsse und ihre Stellvertreter/innen können aus der Mitte des Gemeinderates und sonstigen wählbaren Bürgerinnen und Bürgern gewählt werden. Mindestens die Hälfte der Ausschussmitglieder soll Mitglied des Gemeinderates sein; entsprechendes gilt für die Stellvertreter/innen der Ausschussmitglieder.

 

§ 3 Übertragung von Aufgaben des Gemeinderates auf Ausschüsse

(1) Die Übertragung der Beschlussfassung über eine bestimmte Angelegenheit auf einen Ausschuss erfolgt durch Beschluss des Gemeinderates. Sie gilt bis zum Ende der Wahlzeit des Gemeinderates, soweit die Beschlussfassung dem Ausschuss nicht wieder entzogen wird. Die Bestimmungen dieser Hauptsatzung bleiben unberührt.

(2) Dem Ausschuss für besondere Angelegenheiten wird die Beschlussfassung über die folgende Angelegenheit übertragen:

Die Entscheidung über die Vermittlung von Sponsoringleistungen, Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen gemäß § 94 Abs. 3 S. 5 GemO ohne Wertgrenzenbeschränkung, die Annahme von Sponsoringleistungen, Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen gemäß § 94 Abs. 3 S. 5 GemO bis zu einer Wertgrenze von 1.000 € im Einzelfall.

Die Entscheidung hinsichtlich der Vermittlung und der Annahme von Sponsoringleistungen, Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen erfolgt bis zur o.a. Wertgrenze je Einzelfall einmal vierteljährlich durch verbundenen Beschluss.

 

§ 4 Beigeordnete

Die Gemeinde hat bis zu drei Beigeordnete.

 

§ 5 Aufwandsentschädigung für Mitglieder des Gemeinderates

(1) Zur Abgeltung der notwendigen baren Auslagen und der sonstigen persönlichen Aufwendungen erhalten die Gemeinderatsmitglieder für die Teilnahme an Sitzungen des Gemeinderates eine Entschädigung nach Maßgabe der Absätze 2 bis 6.

(2) Die Entschädigung wird gewährt in Form eines Sitzungsgeldes in Höhe von 11,00 Euro.

(3) Neben der Entschädigung nach Absatz 2 werden keine Fahrtkosten für Fahrten zwischen Wohnort und Sitzungsort erstattet.

(4) Neben der Entschädigung nach Absatz 2 wird nachgewiesener Lohnausfall in voller Höhe ersetzt; er umfasst bei Arbeitnehmern auch die entgangenen tarifvertraglichen und freiwilligen Arbeitgeberleistungen sowie den Arbeitgeberanteil zu den gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträgen. Verdienstausfall wird auf Antrag in Form eines Durchschnittssatzes ersetzt, dessen Höhe vom Gemeinderat festgesetzt wird. Personen, die weder einen Lohn- noch einen Verdienstausfall geltend machen können, denen aber im beruflichen oder häuslichen Bereich eine Nachteil entsteht, der in der Regel nur durch das Nachholen versäumter Arbeit oder die Inanspruchnahme einer Hilfskraft ausgeglichen werden kann, erhalten einen Ausgleich entsprechend den Bestimmungen des Satzes 2.

(5) Neben der Aufwandsentschädigung erhalten die Gemeinderatsmitglieder für Dienstreisen Reisekostenvergütung nach den Bestimmungen des Landesreisekostengesetzes.

(6) Bei Teilnahme an mehreren Sitzungen oder Besprechungen an einem Tag wird nur ein Sitzungsgeld gewährt.

 

§ 6 Aufwandsentschädigung für Mitglieder von Ausschüssen

(1) Die Mitglieder der Ausschüsse des Gemeinderates erhalten eine Entschädigung in Form eines Sitzungsgeldes in Höhe von 11,00 €.

(2) Die Mitglieder sonstiger Ausschüsse und Beiräte des Gemeinderates erhalten eine Entschädigung nach Absatz 1, soweit durch Rechtsvorschrift nichts anderes bestimmt ist.

(3) Im Übrigen gelten die Bestimmungen des § 5 Abs. 3 bis 6 entsprechend.

 

§ 7 Aufwandsentschädigung des Ortsbürgermeisters

(1) Die Ortsbürgermeisterin/der Ortsbürgermeister erhält eine Aufwandsentschädigung gemäß § 12 Abs. 1 Satz 1 KomAEVO.

(2) Sofern nach den steuerrechtlichen Bestimmungen die Entrichtung der Lohnsteuer nach einem Pauschalsteuersatz möglich ist, wird die pauschale Lohnsteuer von der Gemeinde getragen. Die pauschale Lohnsteuer und pauschale Sozialversicherungsbeiträge werden auf die Aufwandsentschädigung nicht angerechnet.

 

§ 8 Aufwandsentschädigung der Beigeordneten

(1) Ehrenamtliche Beigeordnete erhalten für den Fall der Vertretung der Ortsbürgermeisterin/des Ortsbürgermeisters eine Aufwandsentschädigung in Höhe der Aufwandsentschädigung der Ortsbürgermeisterin/des Ortsbürgermeisters nach § 12 Abs. 1 Satz 1 KomAEVO. Erfolgt die Vertretung der Ortsbürgermeisterin/des Ortsbürgermeisters nicht für die Dauer eines vollen Monats, so beträgt sie für jeden Tag der Vertretung ein Dreißigstel des Monatsbetrages der der Ortsbürgermeisterin/dem Ortsbürgermeister zustehenden Aufwandsentschädigung. Erfolgt die Vertretung insgesamt während eines kürzeren Zeitraumes als einen vollen Tag, so beträgt die Aufwandsentschädigung insgesamt die Hälfte des Tagessatzes nach Satz 2.

(2) Ehrenamtliche Beigeordnete, denen keine Aufwandsentschädigung nach Abs. 1 gewährt wird, erhalten für die Teilnahme an den Sitzungen des Gemeinderates die für Gemeinderatsmitglieder festgesetzte Aufwandsentschädigung, sofern sie nicht bereits hierfür eine Entschädigung als gewähltes Ratsmitglied erhalten. § 5 Abs. 3 bis 6 gelten entsprechend.

(3) Sofern nach den steuerrechtlichen Bestimmungen die Entrichtung der Lohnsteuer nach einem Pauschalsteuersatz möglich ist, wird die pauschale Lohnsteuer von der Gemeinde getragen. Die pauschale Lohnsteuer und pauschale Sozialversicherungsbeiträge werden auf die Aufwandsentschädigung nicht angerechnet.

(4) Für die Teilnahme an Ausschusssitzungen erhalten die Beigeordneten eine Entschädigung nach § 6 Abs. 1.

 

§ 9 Inkrafttreten

(1) Die Hauptsatzung tritt am 01.07.2009 in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Hauptsatzung vom 2. Nov. 2001 in der Fassung vom 8. Mai 2008, außer Kraft.

 

56594 Willroth, 2009-07-09
Richard Schmitt, Ortsbürgermeister

Bürgerinitiative Willroth (BIW)

Die BIW ist Interessenvertretung der Bürger der Gemeinde Willroth.

Zur Zeit kümmert sich die BIW vorwiegend um die Erhaltung der Förderturms der ehemaligen Grube Georg in Willroth.

 

Die BIW wurde gegründet, um zu verhindern, dass eine unnötige, übel riechende, bürgerbelastende (finanziell, wie auch gesundheitlich) Biomüll-Kompostieranlage, in unmittelbarem Anschluss an ein Wohngebiet, gebaut wird. Dieses erste Ziel erreichten wir erfolgreich.

Eine wesentliche Erkenntnis der Bürger bei dieser gemeinsamen Aktion war, wie Solidarität sie gestärkt hat und eigentlich alles gelingen ließ.
Die BIW ist gemeinnützig und fördert den Umwelt- und Naturschutz, sowie die Landschafts- und Heimatpflege. Die konstituierende Sitzung fand am 30.09.1999 in der Postkutsche in Willroth statt.

 

1. Vorsitzender 2. Vorsitzender

Jürgen Kalscheid

Bergstraße 14
56594 Willroth

icon_tel 0 26 87 / 13 23

icon_email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Thomas Schug

Mittelstraße 10
56594 Willroth

icon_tel 0 26 87 / 5 57

Wappen FC WillrothDer FC Willroth bildet mit dem SV Ellingen die Spielgemeinschaft SG Ellingen/Bonefeld/Willroth. Für weitere Informationen besuchen Sie die Seite des SV Ellingen unter www.sv-ellingen.de.

Der FC Willroth ist vor allem für seine gute Jugendarbeit bekannt, für die er im Jahre 2000 den Sepp-Herberger-Preis verliehen bekam.

Aktuelle Ergebnisse der 2 Seniorenmannschaften finden Sie hier:

1. Mannschaft (Bezirksliga Ost - Bezirk Rheinland)
2. Mannschaft (Kreisliga B - Süd WW/Wied)

Es würde uns freuen, wenn wir Ihr Interesse geweckt hätten und Sie als Mitglied, sei es aktiv oder passiv, in unserem Verein begrüßen dürften. 
Benutzen sie hierfür den Mitgliedsantrag oder, wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die unter "Vorstand" angegebenen Ansprechpartner.

 

Vorstand

 
1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Geschäftsführer

Bernd Kambeck

Tannenstraße 1
56594 Willroth

icon_tel 0 160 / 951 522 80

Werner Schug

In der Hohl 2
56594 Willroth

icon_tel 0 26 87 / 83 15

Werner Müller

Brunnenstraße 8
56587 Straßenhaus

icon_tel 0 26 34 / 56 70

 

 

Geschichte

1925

Gründung des Fußball Club FC Willroth

1928

Übertritt zur Deutschen Jugendkraft

1931

Gaumeisterschaft des Gaues Rhein – Wied

1951

Zweitägiger Aufenthalt der Oberligamannschaftdes TUS Neuendorf

1969

Einweihung der neuen Sportanlage

1972

Vereinsausflug nach Prag

1976 – 1978

Spielgemeinschaft mit der SG Güllesheim

seit 1978

Spielgemeinschaft mit der SG Ellingen/Bonefeld

1979

Bau des Clubheims

1984

Erweiterung der Spielgemeinschaft im Jugendbereich um die Vereine Daufenbach/Urbach/Raubach und Güllesheim. Allein aus den Vereinen Ellingen und Willroth spielen ca. 250 Kinder und Jugendliche.

1987

Installation einer Flutlichtanlage

1987

Spiel gegen die Nationalmannschaft von Ruanda vor über 1000 Zuschauern.

1994

Ab diesem Jahr Aufbau eines Festzeltes für die jährlichen Karnevalsveranstaltungen.

1998

Bau einer Doppelgarage

2000

Verleihung des Sepp-Herberger-Preises fürhervorragende Jugendarbeit.

2000

Feier zum 75 – jährigen Vereinsjubiläum imgroßen Festzelt.

 

  • Gegründet 1921 als Männergesangverein (MGV)
  • Seit 1980 Gemischter Chor Willroth
  • Seit 2004 eingetragener Verein (e.V.)


Im Jahre 2001 konnte der Gemischte Chor auf 80 Jahre seines Bestehens zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde am 23. und 24. Juni 2001 im und am Dorfgemeinschaftshaus gefeiert. Der Chor ist ein wichtiger Kulturträger innerhalb der Gemeinde. Das beweist die Fülle der zahlreichen Auftritte zu den verschiedensten Anlässen, sei es auf Sängerfesten, Altengeburtstagen, Hochzeiten, ebenso bei Veranstaltungen innerhalb der Ortsgemeinde.
Einheimische und Neubürger, die sich für den Chorgesang interessieren und dazu beitragen möchten, die über 80jährige Gesangstradition in Willroth aufrecht zu erhalten, sind bei den Chorproben montags, 20:00 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus recht herzlich willkommen.

 
1. Vorsitzende 2. Vorsitzender

Adele May

Amselweg 2
56594 Willroth

icon_tel 0 26 87 / 92 91 37

Siegfried Lippmann

Steinstraße 2
56594 Willroth

icon_tel 0 26 87 / 4 84

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