Planungen

Gemeinde steckt 300 000 Euro in den Grundstückskauf für neues Areal - Rat beschließt ausgeglichenen Etat mit Überschuss

300 000 Euro will die Gemeinde Willroth in diesem Jahr unter anderem für den Kauf von Grundstücken im Industriegebiet "Willrother Berg" vorstrecken. Insgesamt zeigt sich der Willrother Haushalt nicht nur ausgeglichen, sondern verfügt sogar über einen Überschuss in Höhe von rund 60 000 Euro.

WILLROTH. Willroth gehört zu den finanzstärksten Gemeinden in der Verbandsgemeinde Flammersfeld. Es hat nicht nur Rücklagen von rund 35 000 Euro, die sich als Forderung gegenüber der Verbandsgemeinde Flammersfeld darstellen. Willroth kann auch den Haushalt ausgleichen und ist mit freien Finanzmitteln in Höhe von rund 60 000 Euro "flüssig". Alles in allem kann Ortsbürgermeister Richard Schmitt mit dem Haushalt sehr zufrieden sein.

Überaus zufrieden zeigte sich auch Armin Schmuck von der Finanzabteilung der Verbandsgemeinde Flammersfelder, als er in der jüngsten Gemeinderatssitzung über den Haushalt sprach. Der Ergebnishaushalt weist einen Jahresüberschuss von rund 19 000 Euro aus. "Noch besser sieht der Finanzhaushalt aus, der die tatsächlichen Ein- und Auszahlungen enthält", sagte Schmuck. Hier ergibt sich ein Überschuss von rund 73 000 Euro. Abzüglich der planmäßigen und der vorgesehenen Tilgung von Investitionskrediten bleiben rund 60 000 Euro als liquide Mittel übrig.

Gegenüber dem Vorjahr fließen 40 000 Euro mehr an Gewerbesteuereinnahmen, rund 12 000 Euro mehr an Schlüsselzuweisungen und 4000 Euro mehr Ausgleichszahlungen an die Gemeinde. Dem stehen jedoch höhere Ausgaben gegenüber: zum einen die um 8000 Euro gestiegenen Abgaben bei der Gewerbesteuerumlage und zum anderen die um 47 000 Euro erhöhte Kreis- und Verbandsgemeindeumlage.

Investieren will die Gemeinde zum einen in das neue Industriegebiet "Willrother Berg". Zum Grundstückskauf nimmt sie einen Kredit in Höhe von 300 000 Euro auf. Jedoch gilt dieser Kredit als Zwischenfinanzierung, denn sobald die Grundstücke vermarktet werden, fließt das Geld wieder zurück in die Kredittilgung.

Mit dem 2008 aufgenommenen Kredit in Höhe von 425 000 Euro wachsen die Schulden der Gemeinde auf rund 764 000 Euro an. Außer den Investitionen ins neue Gewerbegebiet nimmt die Gemeinde 65 000 Euro in die Hand, um die Abrisskosten für das Wohnhaus in der Mittelstraße 13 zu bezahlen.

Fast abgeschlossen ist nicht nur die Baumaßnahme an der Dorfstraße, sondern auch deren finanzielle Abwicklung. Diese wurde im Haushaltsjahr 2008 mit Mitteln realisiert, die ausschließlich 2008 im Haushalt dafür zuvor vorgesehen waren.

Aus: Rhein-Zeitung - Ausgabe Neuwied vom 06.06.2009, Seite 30.

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